Fotogalerie


Prospekt
Spieltisch
Traktur

Ortschaft :

Großpold / Apoldu de Sus / Nagyapold

Landkreis :

Hermannstadt / Sibiu






Baujahr :

1816


Orgelbauer :

● Samuel Joseph MAETZ


Reparaturen oder Restaurierungen :

1903 Renovierung und Änderung der Disposition durch Karl Einschenk
1930 Wegenstein setzt neue Prospektpfeifen ein. / Tuburi de prospect noi
1973/1974 Renovierung und Änderung der Disposition durch Hermann Binder


Standort :

Westempore / pe balconul vestic al bisericii


Prospekt und Spieltisch :

klassizistisch, 7 Felder, vergoldete Verzierungen, rötliche Streifen, konkav, Pfeifen nicht original. / clasicist, cu ornamente aurite, dungi roșiatice, în șapte câmpuri, concav, tuburi neoriginale


Disposition :

» Pedal

Subbass 16', Dulzian 8'

» 1. Manual

Principal 8', Gedackt 8', Quintatön 8', Octav 4', Flauta 4', Quint 2 2/3', Superoctave 2', Hohlflöte 2', Terz 1 3/5', Mixtur 4fach.


Andere Anmerkungen bezüglich der Disposition :

Ursprüngliche Disposition von Samuel Maetz, 1816: Manual: Principal 8', Flöt travers 8', Gedackt 8', Vox humana (?) B-D 8', Octav 4', Flauta 4', Hohlflöt 2', Superoctav 2', Quint 2 2/3', Mixtur 4 fach; Pedal: Posaune 8', Subbaß 16'. (Bericht von Hermann Binder, 1. Oktober 1974).

Disposition nach dem Umbau durch Karl Einschenk,1903: Manual: Principal 8', Aeoline 8', Gedackt 8', Gamba 8', Octav 4', "Hohlflöte" 4', Klein gedeckt 4', Superoctav 2', Mixtur 4 fach, Bourdon 16'. Pedal beseitigt. ersetzt Einschenk die Vox humana durch Gamba 8', die Flöte 8' durch Aeoline 8' und verwendet die von der Flöte 8' freiwerdenden Pfeifen für den Discant des neuen Bordun 16'. (Bericht von Hermann Binder, 1. Oktober 1974)

Die heutige Disposition ist das Ergebnis der Renovierung von 1973/1974.


Traktur :

» Spieltraktur :

mechanisch

» Registertraktur :

mechanisch


Zustand :

Sehr gut, einige Fehler im Pedal. / Stare bună, pedalierul prezintă unele defecțiuni.


Sonstiges :

ZAEKR 400/351 - 205
Auszug der noch rückständigen Orgelschuld. Aufgenommen am 15. ?ber 1831.
Am Ende ist zu lesen: "Die Sachsen restieren noch R.f. 209 Kr. 10, / die Deutschen restieren noch R.f.22."

ZAEKR 400/351 - 569
Kostenvoranschlag der Firma Gebrüder Rieger "für Erbauung einer Orgel mit 20 klingenden Stimmen, 2 Manualen, Pedal & 9 Collectivpedalen für die evang. Kirche in Groß-Pold". 11. Juni 1895
Antwortschreiben an die "Löbliche Kirchen-Konzert-Orgelfabrik Gebrüder Rieger": "Unsere . . . größere Gemeinde-Vertretung hat Ihr . . . Orgel-Offert dankend entgegengenommen, . . . leider sind unsere Geldmittel aber noch viel zu unzureichend, um die Bestellung schon in diesem Jahre machen zu können."

Kostenvoranschlag über die Reparatur der Orgel in der ev. Kirche A.B. in Großpold von Karl Einschenk. 5. Mai 1903
Einschenk schlägt eine Umänderung der Disposition vor (siehe oben).
Die Orgel wird 1 - 1 1/2m nach rückwärts gerückt.

Orgel-Renovierungs-Vertrag, 8. Mai 1903.
Punkt 3. "Die durch die Umänderung freigewordenen Theile gehören dem Orgelbauer."
Letzter Absatz: "Als Endtermin für die Fertigstellung der Orgel wird der 1. (erste) August 1903 festgesetzt. Bei Überschreitung dieses Termins ist von dem Orgelbauer eine Conventionalstrafe von 10 (zehn) Kronen pro Tag zu zahlen."

1917 werden die Prospektpfeifen requiriert, 1930 durch die Firma Wegenstein ersetzt.

Zahl 2433-T-295/1974
Ausführlicher Bericht von Hermann Binder über die Wiederherstellung der Orgel: "Das Register Terz 1 3/5' ist neu, lediglich die 11 ersten (von 49) Pfeifen konnten aus dem ausrangierten Pfeifenbestand der Orgel der Johanniskirche von Hermannstadt verwendet werden."


Bibliographie :

● Binder, Hermann: Orgeln in Siebenbürgen (Orga în Ardeal – Irineu Buga) GMV. D-55481 Kludenbach, 2000
● Dávid, István: Müemlek orgonak Erdélyben (Orgi, monumente istorice din Transilvania), Editura Polis Balasi, Cluj Napoca, Budapesta, 1996